Beckert2007

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  • Macht das Feld einer "New Economic Sociology" auf.
  • Identifiziert drei zentrale Koordinationsprobleme, die in einem Markt gelöst werden müssen (S. 6):
    • value problem
    • problem of competition
    • cooperation problem
  • Im Rahmen der "New Economic Sociology" identifiziert Beckert wiederum drei Herangehensweisen (S. 12-13):
    • network approach (Granovetter 1985; 2002; White 1981; 2001) that "emphasizes the social embeddedness of market actors.
    • institutional approach (Fligstein 2001; Dobbin 1994 that stresses the institutional and cultural embeddedness of market exchange. (Anm.: in diese Kategorie fällt scheinbar auch der "Varieties of Capitalism"-Ansatz, wie Beckert mit einem Verweis auf "an affinity to comparative political economcy" nahelegt.)
    • cognitive embeddedness, inkl. dem jüngeren "performativity approach" (Callon 1998; MacKenzie/Muniesa/Siu 2007).

Im Artikel werden "networks, institutions and cognition" als komplementär zueinander für die Lösung der drei Koordinationsprobleme angeführt.

Im dritten Teil geht es dann um "the dynamics of markets", wo Beckert wiederum drei Ursachen für dynamische Ungleichgewichte festmacht:

    • systemic preconditions wie Wettbewerbsdruck auf freien Märkten sowie die Abkoppelung des ökonomischen Systems von purer Notwendigkeit mit einer Logik der Kapitalakkumulation.
    • institutional preconditions in Form eines institutionellen Umfelds, das vergleichsweise offen für Wandel durch abweichendes Verhalten ist. (Anm.: dieser Punkt wird von Beckert nicht sehr stark gemacht, ist mE aber von großer Bedeutung, fällt hierunter doch sowohl Rechtsstaat mit Grundfreiheiten als auch Sozialstaat, der diese theoretischen Grundfreiheiten erst zu realen macht)
    • actor level preconditions, wie der Möglichkeit zu "creativity of action" (Schumpeter 1934) sowie Motivation zu "nutzenmaximierendem Verhalten, das Beckert als sozial konstruiert ansieht.

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