Apprich-Stalder - Vergessene Zukunft

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Das Buch ist streckenweise ganz gut, in mancher Hinsicht aber auch sehr nervig. Letzteres lag vor allem an folgenden Punkten:

  • viele der AutorInnen tragen ihr "widerständiges" Selbstverständnis so ostentativ vor sich her, dass es an Hybris grenzt
  • gleichzeitig äußert sich deren Kritik meist in einer (allzu) allgemeinen Kritik am "Neoliberalismus"
  • generell ist das Buch sehr voraussetzungsreich und ich hatte oft den Eindruck, wirklich auskennen würden sich nur jene, die 1995 schon quasi in einer der beschriebenen Initiativen mit dabei waren. Das ist aber schade, weil so gerade die jüngere Generation keinen leichten Zugang zu den beschriebenen Initiativen und Projekten findet; hier fehlten mir einfach ein wenig rein erklärende oder erzählende Texte
  • das gilt witzigerweise auch für die Geschichte der Public Netbase, die zwar enorm viel Raum im Buch einnimmt, und dennoch glaube ich für uninformierte LeserInnrn lange relativ schwer greif- und fassbar ist

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