Philosophische Fragmente

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Version vom 12:31, 3. Feb 2008

Wissenschaftstheorie, Erkenntnistheorie

Sozialwissenschaften

  • Problem, dass in Sozialwissenschaftendas aufbauende Wissenschaftsmodell der Naturwissenschaften vertreten wird. Denn gerade durch ihren großen Einfluss auf reale, soziale Verhältnisse und Prozesse besteht die Aufgabe von Sozialwissenschaft zu einem großen, wenn nicht dme allergrößten Teil in der Korrektur vorhergehender Einflussnahmen, Thesen. Deshalb bietet sich in den Sozialwissenschaften auch das Bild von Pendelbewegungen, die oft überschießend erfolgen. Beispiel hierfür wären:
    • Markt vs. Staat: Bei Smith und seinen Nachfolgern war das Loblied auf den Markt vor allem eine (aufklärerische) Kritik an der Verschwendung/Missbrauch staatlicher Macht für aristokratischen Luxus und Kriegsführung, die Forderung nach der Zurückdrängung des Staates so eine Umverteilungsagenda. Diesem Programm folgten die Gegenbewegungen, die notwendige Eingriffe in die problematischen Kollateralschäden der wirtschaftlichen Freiheit forderten, und im totalitären Extrem in Form des Staatssozialismus oder Faschismus mündeten, der Individuelle Freiheit völlig ausschaltete, aber auch in gemäßigter Form (New Deal, Keynsianismus) dem Staat das Primat vor der Wirtschaft/dem Markt einräumte. Die darauf folgende Gegenbewegung war wiederum der Neoliberlismus und die (sogenannte) Deregulierung insbesondere auch der Finanzmärkte.
    • Umweltdeterminismus vs. Autopoisis: In der Organisationstheorie verläuft das Pendel zwischen Ansätzen, die Unternehmen von ihrer Umwelt deteminiert sehen bis hin zu Ansätzen, die die organisationale Geschlossenheit von Unternehmen betonen
    • Rationalismus vs. Humanismus: Hier ist verläuft die Pendelbewegung zwischen Taylorismus und Weber auf der einen, Human Relations-Bewegung auf der anderen Seite.
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